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Stand: 20.03.2015

Pressemitteilung

Altenhilfe weiterentwickeln

Die „Caritas-Arbeitsgemeinschaft Altenhilfe Rheinland-Pfalz/Saarland“ ist am 27. November in Trier gegründet worden. Sie umfasst insgesamt 59 Träger von Altenhilfeeinrichtungen mit insgesamt 139 Einrichtungen und sechs Fachschulen für Altenpflege. Mit rund 12.000 teilstationären und vollstationären Pflegeplätzen sind in der Caritas-Arbeitsgemeinschaft mehr als ein Viertel aller Pflegeplätze in Rheinland-Pfalz und im Saarland vertreten. Zum Geschäftsführer wurde Dr. Michael Schröder, Leiter der Abteilung Gesundheit und Pflege im Diözesan-Caritasverband Trier bestimmt. Zum Vorsitzenden wurde Pastor Günter Schmidt von der Altenzentrum-Sankt-Stephan-Stiftung in Andernach ge­wählt. Stellvertretender Vorsitzender ist Thomas Weber, Leiter der Sparte Altenhilfe beim Diözesan-Caritasverband Speyer.

Schröder zu den Zielen der neuen Arbeitsgemeinschaft: „Unser Anliegen ist es, die Altenhilfe fachpolitisch weiterzuentwickeln, den Erfahrungsaustausch zu intensivieren und gemeinsame Projekte, beispielsweise zur Qualitätssicherung, zu entwickeln und durchzuführen. Wir wollen mit der AG auch die Interessenvertretung auf Länderebene stärken und zukünftig mit einer Stimme sprechen.“ Die Arbeitsgemeinschaft verstehe sich darüber hinaus als Anwalt der Interessen von Menschen, die in einer Altenhilfeeinrichtung leben.

Die neue Arbeitsgemeinschaft ist an die Arbeitsgemeinschaft der Caritasverbände Rheinland-Pfalz (AGCV) angebunden, zu der die Diözesan-Caritasverbände Trier, Speyer, Mainz, Limburg und Köln zählen. Deren Vorsitzender, Domkapitular Hans-Jürgen Eberhardt (Mainz), bezeichnete in seinem Grußwort das christliche Profil katholischer Altenhilfeeinrichtungen als Stärke, die Grundlage für ein selbstbewusstes Agieren sei. Auch der Direktor des Caritas-Büros Berlin/Brüssel des Deutschen Caritasverbandes in Berlin, Mario Junglas, hob in seinem Vortrag „Qualität und Politik in der Altenhilfe: Warum eine Landesarbeitsgemeinschaft mehr erreichen kann“, die Stärke katholischer Einrichtungen als „kirchlicher Orte“ hervor: Dort könnten Pflegebedürftige erfahren, dass Betreuung nicht allein an betriebswirtschaftlichen Maßstäben gemessen werde. Die Gründung der Arbeitsgemeinschaft bezeichnete Junglas als wichtigen Schritt, um sich als ein politisch relevanter Akteur in die künftige Gestaltung der Altenhilfe und damit der dort betreuten Pflegebedürftigen einzumischen: Die Föderalismusreform biete, so Junglas, die Chance, durch Länderinitiativen Sozialpolitik aktiv mitzugestalten. Als Beispiel nannte er die Bestrebungen auf Länderebene, eine Pflegezeit einzuführen. Junglas nannte als Herausforderungen der Zukunft die demografische Entwicklung und die Betreuung der wachsenden Zahl Demenzkranker. Diese erforderten, Altenhilfe mit den vorhandenen Ressourcen effizient zu gestalten. „Qualität zum Nulltarif kann es aber nicht geben“, warnte Junglas.

Basis für die neue Arbeitsgemeinschaft wird die von der Gründungsversammlung einstimmig verabschiedete Ordnung sein. Die Mitgliederversammlung wählte auf dieser Basis den Vorstand. Ihm gehören an:

Als Vertreter von Trägern katholischer Einrichtungen der Altenhilfe: Thomas Weber,   Burkhard Nauroth , Detlef Dillmann, Dagmar Scherer, Marc Gabelmann.

Als Vertreter von katholischen Einrichtungen der Altenhilfe:

Uwe Vilz , Nicole Stulier,   Alexander Schuhler , Manfred Kappes, Ursula Fried, Cristian Krautscheid ,   Michael Groß, Harald Willkomm.

Als Vertreter der Altenheimseelsorge: Günter Schmidt.

Als Vertreter der Fachschulen für Altenpflege:Ernst Neff .

Mitglieder kraft Amtes sind:

Dr. Birgit Kugel, Peter Krafft, Dr. Elke Groß, Regina Bernhart, Günter Jansen, Bernd Ockfen , Dr. Michael Schröder.

Herausgegeben von der
Arbeitsgemeinschaft der Caritasverbände Rheinland-Pfalz
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